Systemische Aufstellung

FullSizeRender002Systemische Auftstellungsarbeit gewinnt neben der Psychotherapie in Beratung, Supervision und Coaching zunehmend an Bedeutung.

Neben den Familienaufstellungen wird diese wirksame Interventionsform vermehrt auch in Unternehmen und Organisationen nachgefragt und angewandt. Die Einsatzmöglichkeiten in Berufs- und Organisationsfeldern sind bei Weitem noch nicht zur Gänze ausgelotet.

Systemische Arbeit ist der Spiegel der Familie… Alle Mitglieder einer Familie sind in einer gemeinsamen, größeren Seele, einer „Familienseele“, miteinander verbunden, und zwar sowohl die Lebenden, wie auch die Verstorbenen. Diese „Familienseele“ wirkt als höhere Instanz, die über die gesamte Sippe wacht.

Wir können uns die „Familienseele“ durchaus als etwas wie einen eigenständigen Organismus vorstellen, einer Instanz mit einer ganz eigenen Wirkungsweise, mit ganz eigenen Gesetzen und Ordnungen. Werden diese Ordnungen von Familienmitgliedern verletzt, wirkt diese Instanz, um diese Verletzung wieder auszugleichen. Die „Familienseele“ duldet keinen Ausschluss. Dazu bedient sie sich beliebiger, meist der jüngeren Familienmitglieder, also der Nachfahren. Sie vergisst niemanden und hat das Ganze im Blick, weshalb sie dem Einzelnen, der von ihr „in die Pflicht“ genommen wird, als unfair oder gar grausam erscheinen kann. Hier gibt es keine Gerechtigkeit, nur systemische Bindung. Die Bindungskräfte zeigen sich in einer Aufstellung als Liebe, unabhängig davon, ob es sich um etwas Zerstörerisches oder Wachsendes handelt. Besonders deutlich wird das, wenn es sich um Themen wie beispielsweise Tod, Gewalt und Krankheiten handelt.

Systemische Arbeit – Systemaufstellung:

Familienaufstellung für Familiensysteme

bezeichnet ein Verfahren, bei dem Personen stellvertretend für Familienmitglieder eines Klienten konstellativ angeordnet (gestellt) werden, um aus einer dazu in Beziehung gesetzten Wahrnehmungsposition gewisse Muster innerhalb jenes Familien-Systems erkennen zu können. Das Familienstellen gründet auf der Vermutung, dass innerlich-grundlegende Beziehungen auch innerlich räumlich abgespeichert wirken – je nach Ausprägung funktional bis dysfunktional.

Organisationsaufstellung für Organisationssysteme

ist eine Anwendungsform der systemischen Aufstellung, diese nutzt die räumliche Veranschaulichung von (inneren) Beziehungsbildern personaler System-Einheiten. Fokussiert werden dabei bedeutsame Konstellationen (von Organisationseinheiten untereinander, von Mitarbeitern zueinander, von Mitarbeitern zur jeweiligen Leitung wie auch von Mitarbeitern zu Externen – „Customer-Relations“) sowie die Funktionalität bzw. Dysfunktionalität jeweiliger Bezüge.

Strukturaufstellung für abstrahierte Systeme

In systemischen Strukturaufstellungen werden neben menschlichen auch abstrakte Systemelemente (z. B. Ziele, Hindernisse, Ideen) berücksichtigt. Personen (Repräsentanten) übernehmen dabei die Rolle der einzelnen Teile und werden so aufgestellt, wie sie aus Sicht des Aufstellers der Position im inneren Bild zu dem aufgestellten Thema entsprechen.